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Die unglaubliche Odyssee

Jedes Jahr zu Beginn der Fastnachts-Kampagne veranstaltet die LKG ihren Gardeball. Neben Tanz, Musik und Wein gibt es dort eine ganz spezielle Mannheimer Spezialität! Die Knoblauchwurst!!! Dabei ist es immer wieder erstaunlich wie viel Wurst in Knoblauch passt! Während die meisten Narren schon nach einer halben Wurst an eine Vergiftung glauben, essen andere, denn „ach die schmecken halt so gut“, 5 Stück! Sein Name: Andreas Schweitzer

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Am darauf folgenden Tag versammelten sich die Egelsbacher Narren zum Rathaussturm.
Als sich die Garden, der Elferrat und die Kanoniere formierten lag plötzlich ein seltsamer Geruch in der Luft, der sich mit Andreas näher kommen immer weiter verstärkte. Kurzzeitig überlegte man das Rathaus von ihm alleine ausräuchern zu lassen, wollte dann aber auf derart harte Waffen verzichten. Stattdessen riet man ihm sich im Hintergrund zu halten und den Saal zur Inthronisierung nicht zu betreten.

Wie es aber kommen musste, sollte Andreas an diesem Tag den Ehrenorden der Gemeinde Egelsbach erhalten.
Mithilfe seiner Knoblauchfahne spaltete Andreas in kürzester Zeit den überfüllten Saal wie Moses das Rote Meer.
Fensterplätze waren fortan sehr begehrt
!

Nach der Verleihung gebot es der Anstand sich in die Reihe der anderen Ordenträger einzugliedern und den Rest der Veranstaltung dort auszuharren. Nach anfänglichen Bemühungen die Luft anzuhalten oder an etwas anderes zu denken, versuchten die Elferratsmitglieder doch recht schnell dem Geruch zu entkommen und rutschten „unauffällig“ beiseite. Auch Andreas war es ein wenig unangenehm und freundete sich mit einer Egelsbacher Standarte an, hinter der er sich bis zum Schluss versteckte.

Am Fastnachtssamstag waren die Kanoniere und die Garde (kurz: die Pappnasen) zur Erstürmung der Bockenheimer Warte und des Römers nach Frankfurt eingeladen. Nach dem Fall der Warte konnte getrunken, gefeiert und gespeist werden bevor man sich mit dem Auto auf den Weg zum Römer machen musste. Dummerweise gerieten dabei die Pappnasen in einen Stau, so dass um 12.38 Uhr dieser Notruf die Polizei erreichte:

Guten Tag, hier spricht Andreas Schweitzer… wir hätten da mal ein Problem… wir stehen hier auf der Hanauer Landstraße im Stau und müssten ganz dringend zum Römer… Petra Roth wartet auf uns! … wäre es möglich, uns eine Polizeieskorte vorbeizuschicken? ... Wir sind die KGE Kanoniere!!! … Nein, ich will sie nicht verarschen! … das ist wirklich mein Ernst! … Wir haben KANONEN!!! … Nein, ich verarsche sie nicht! … Na, dann kann man wohl nichts machen … Tschüss!

Trotz der nicht vorhandenen Hilfsbereitschaft der Polizei, einem kleinen Auffahrunfall und einem Gardemädel, das am Hauptbahnhof statt am Römer parkte, schafften sie es doch noch pünktlich zum Römersturm.
Den Begriff Römersturm nahm Andreas sehr ernst! Nach bereits ein paar Schuss nahm er seinen „Schwager“ an die Hand und lief geradewegs in den Römer hinein. Vorm Kaisersaal warteten allerdings zwei Türsteher:

    • Andreas: „Guten Tag, wir sind die offizielle karnevalistische Abordnung der KGE und sollen die Frau Roth vom Balkon auf den Römerplatz führen!“
  • Türsteher: „Dann beeilt euch! Ihr seid schon viel zu spät dran!”

Einen Augenblick später öffnete sich die Tür zum Balkon und zwei grün gekleidete Herrenbetraten diesen. Alle anwesenden Parteien betrachteten sich verdutzt und konnten mit den zwei Fremden nichts anfangen. Nach dem Motto: „The show must go on!” beschloss man, die beiden Eindringlinge zu ignorieren und das Übel nahm seinen Lauf.
Noch auf dem Balkon musste Andreas feststellen, dass alles was man trinkt auch früher oder später wieder hinaus will. Deswegen schoss an den restlichen, inzwischen nachgerückten Pappnasen im Foyer ein grüner Blitz Richtung Toilette vorbei.
Leider waren auf diese Idee auch ca. 40 weitere Karnevalisten gekommen, so dass sich lange Schlangen bildeten. Da Andreas nicht dumm ist, kam er auf den Entschluss: Wenn es im Erdgeschoss eine Toilette gibt, gibt es auch eine im ersten Stock! Also stieg er in den bereitstehenden Aufzug. Die Tür schloss sich. Statt wie gewünscht noch oben zu fahren, fuhr der Aufzug jedoch direkt in den Keller! Er hatte beim Einstieg nicht bedacht, dass der Aufzug nur mit dem offiziellen Römerschlüssel zu bedienen ist. Wird er nicht verwendet, schaltet sich der Fahrstuhl automatisch ab und fährt in die Ruheposition.
Ganze 15 qualvolle Minuten dauerte es, bis ihn der Hausmeister aus seiner verzwickten Lage befreien und er dass inzwischen leere WC benutzen konnte.

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Nach dem anschließenden Buffet beschlossen die Pappnasen die Heimfahrt anzutreten, um noch die Egelsbacher Veranstaltungen zu besuchen. Die erste Kanone war schnell aufgeladen und die Gruppe fast komplett. Nur einer fehlte wieder! Als sie nach ihm schauten, trauten sie ihren Augen nicht! Andreas ritt rückwärts auf der Kanone und ließ sich über den Römerberg ziehen. Dabei bildete sich eine riesige Traube japanischer Touristen, die ihn fotografierten. Egal ob Commerzbank, Goethehaus oder Römer. Nichts war so interessant und photogen wie er!

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